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Familienaufstellung
Ablauf
Der Aufstellende wählt unter den Gruppenmitgliedern Stellvertreter z. B. für Vater, Mutter, Geschwister und eventuell weitere Familienmitglieder. Diese werden dann von ihm achtsam und ohne Kommentierung im Raum platziert. Zu beachten sind dann Haltung und evtl. auch Blickrichtung der jeweiligen Vertreter. Als Teile dieses Systems haben die Vertreter Wahrnehmungen und Gefühle, die den “wirklichen Personen” bzw. Anteilen entsprechen. Die aufgestellten Familienmitglieder - daher die Begriffe „Familienaufstellung“ und „Familienstellen“ - können nun ihre Gefühle ausdrücken.
„Krankmachende Verstrickungen“ mit den Vorfahren und Verwandten und „heilsame Lösungen für die Seelen“ der Nachkommen können ans Licht kommen, und mit Begleitung der Aufstellungsleitung erleichternde und lösende Haltungen und Positionen ermöglichen.
Ein Lösungsbild ist dann gefunden, wenn jeder Vertreter frei von “belastenden” Gefühlen und Wahrnehmungen ist, wenn jeder seinen “kraftvollen” Platz im System gefunden hat und wenn alle Vertreter miteinander kommunizieren und ein Ganzes bilden.
Manche Aufsteller gehen davon aus, dass der Proband die Lösung seiner Konflikte und Probleme bereits kennt und sie durch die Aufstellung aus dem Unterbewussten oder verdrängten Zustand an die Oberfläche des Bewussten bringen kann.
Neben dem Familienaufstellen in einer Gruppe gibt es auch die Möglichkeit, nur mit einem Aufsteller und Symbolen oder Figuren zu arbeiten.
Bis jetzt ist nicht bekannt, wie die Effekte der „repräsentierenden Wahrnehmung“ zustande kommen, die bei Aufstellungen beobachtet bzw. wahrgenommen werden können. Anerkannte wissenschaftliche Erklärungen fehlen. Das Morphogenetische Feld als theoretisches Erklärungsmodell wurde auf Fachkongressen erörtert, ist aber selbst kein anerkanntes Konzept.
Aufsteller betonen, aus diesem Grund sei es wichtig, sich mit Bedacht einen Familienaufsteller zu suchen. Seriöse Anbieter des Familienstellens böten eine Nachsorge an oder wiesen darauf hin, dass man sich an sie oder an einen anderen Psychotherapeuten wenden solle, falls es zu Problemen durch die Familienaufstellung kommen sollte..
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